Die Geschichte der sogenannten Dystopien (im Gegensatz zur Utopie) – wie auch „Letzter Aufruf Paradise“ eine ist – beginnt erst mit der industriellen Revolution. Plötzlich begann der technische Fortschritt die Menschen zu bedrohen, ihnen nicht mehr zu helfen. Maschinen machten nicht die Arbeit leichter, sie nahmen Arbeit weg. Frankenstein ist ein gutes Beispiel für die Angst vor der falschen Anwendung der technischen Möglichkeiten, die sich breit machte. Moderne Dystopien sind „Matrix“ oder „I, Robot“.
Wer aber braucht sowas? Will man sich wirklich mit den Depressionen irgendwelcher Autoren auseinandersetzen? Bringt denn ein konstruktiver Dialog über Möglichkeiten nicht viel mehr?
Die Antwort lautet wohl wie immer: Jein. Dystopien warnen uns vor möglichen Entwicklungen und zeigen uns, wie drastisch sich unser heutiges Verhalten auswirken könnte. Sie dürfen aber nicht nur Angst verbreiten, sondern müssen den Zuschauer auch animieren, aktiver zu werden und eine bessere Zukunft zu gestalten.
